Title: Multimodales, prozessorientiertes Assessment mit ICT-Unterstützung in PBL
Authors : Müller Werder, Claude
Woschnack, Ute
Conference details: Kongress Problem-based Learning, Zürich, 16.-17. Juni 2016
Issue Date: 2016
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Peer review (Abstract)
Language : German
Subjects : Assessment; Problem-based learning
Subject (DDC) : 370: Education
Abstract: Assessment hat eine grosse Bedeutung für die Lernsteuerung, d.h. die Lernenden orientieren sich bei der Gestaltung ihrer Lernprozesse stark am Beurteilungs- und Bewertungssystem. Das Assessmentsystem einer Lernumgebung muss daher mit deren Philosophie kongruent sein: Es müssen im Sinne eines constructive alignment diejenigen Kompetenzen einer Lernumgebung beurteilt werden, die auch tatsächlich gefördert werden. Problem-based Learning oder andere explorative Lernumgebungen haben den Anspruch neben fachlichen Kompetenzen erweiterte (berufliche) Handlungskompetenzen wie effektive Problemlösekompetenzen, kollaborative und kommunikative Kompetenzen sowie Kompetenzen im Bereich selbstgesteuertes Lernen effektiv zu entwickeln. Es wurden daher in den letzten Jahren Grundsätze der Leistungsbeurteilung sowie entsprechende Beurteilungsmethoden entwickelt, welche den Zielen und instruktionalen Prinzipien von PBL entsprechen. Es standen dabei drei Prinzipien im Vordergrund: die Authentizität der Beurteilungsaufgaben, ein kontinuierliches, multimodales Assessment und die Prozessbeurteilung. Authentizität bezieht sich auf Aufgaben, welche die im Berufsfeld erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse beinhalten, kontinuierliches Assessment auf Assessment, das über einen ganzen Kurs resp. Lehrgang verteilt stattfindet und häufig multimodal, also in verschiedenen Assessmentformen, gestaltet ist. Ein enger Zusammenhang besteht zur Prozessbeurteilung, bei welcher bei der Beurteilung des Problembearbeitungsprozesses in PBL - insbesondere den kollaborativen und kommunikativen Kompetenzen - ein hoher Stellenwert zukommt. Ein solches authentisches, multimodales und prozessorientiertes Assessment-System stellt in der Operationalisierung hohe Ansprüche an eine Bildungsorganisation, weil eine systematische Messung und Rückmeldung häufig modulübergreifend organisiert werden muss und damit verschiedenste Akteure wie Studiengangleitende, Dozierende und Studierende (auch im Peer-Feedback) involviert sind. In diesem Beitrag wird diskutiert, welche Ansprüche ein solches Assessmentsystem an eine Bildungsorganisation stellt und inwieweit ICT die Akteure wirkungsvoll unterstützen kann. Dazu wird mit myCompetence eine neu entwickelte technische Applikation vorgestellt, welche die Zuweisung der Bewertungsanlässe zwischen den Modulen und Akteuren koordiniert (Koordinationsfunktion), mit der sich die individuellen Ausprägungen der Teilkompetenzen erfassen lassen (Messfunktion) und das den Akteuren, insbesondere den Lernenden, Rückmeldung zu ihrer Kompetenzentwicklung im Studienverlauf gibt (Feedback sichtbar machen und will damit einen Beitrag leisten, den Dialog zwischen Dozierenden und Studierenden zu überfachlichen Kompetenzen in explorativen Lernumgebungen wie PBL effektiv zu fördern.
Departement: School of Management and Law
Organisational Unit: Center for Innovative Teaching and Learning (ZID)
Publication type: Conference Other
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/13576
Appears in Collections:Publikationen School of Management and Law

Files in This Item:
There are no files associated with this item.


Items in DSpace are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.