Publikationstyp: Beitrag in wissenschaftlicher Zeitschrift
Art der Begutachtung: Peer review (Publikation)
Titel: Antikoagulation bei Vorhofflimmern : Stand der Therapie in einem Ärztenetzwerk
Autor/-in: Marty, Thomas
Hurni, R.
Zoller, Marco
Steiger, U.
Steurer, Johann
Eichler, Klaus
DOI: 10.1024/0369-8394.92.17.801
Erschienen in: Praxis
Band(Heft): 92
Heft: 17
Seiten: 801
Seiten bis: 808
Erscheinungsdatum: 2003
Verlag / Hrsg. Institution: Hogrefe
ISSN: 1661-8157
1661-8165
0369-8394
Sprache: Deutsch
Schlagwörter: Adult; Aged; Aged, 80 and over; Anticoagulant; Atrial fibrillation; Chronic disease; Cross-sectional study; Evidence-based medicine; Female; Human; Intracranial embolism; Male; Middle aged; Primary health care; Switzerland; Critical pathway
Fachgebiet (DDC): 615: Pharmakologie und Therapeutik
616: Innere Medizin und Krankheiten
Zusammenfassung: Trotz gut belegter Evidenz, dass eine orale Antikoagulation bei Patienten mit Vorhofflimmern und Risikofaktoren zu einer substanziellen Reduktion von Schlaganfällen führt, wird im medizinischen Alltag nur ein gewisser Teil dieser Patienten auch wirklich antikoaguliert. Ziel dieser Querschnittsstudie war es, Erkenntnisse zur Umsetzung der geltenden Guidelines bei Vorhofflimmern in einem Zürcher Ärztenetzwerk in der «real-world» der Grundversorgung im städtischen Bereich zu erhalten. Der grösste Teil der untersuchten Patienten mit Vorhofflimmern (88.4%) wies ein hohes Risiko für eine Thromboembolie auf und somit bestand bei diesen Personen eine Indikation zur Antikoagulation. Die Antikoagulationsrate war für ein Kollektiv der Grundversorgung hoch: 74.1% aller Patienten waren präventiv oral antikoaguliert. 89% dieser Patienten wiesen einen stabilen INR im Zielbereich (2.5-3.5) auf. Die am häufigsten genannten Gründe für eine nicht erfolgte Antikoagulation waren in absteigender Reihenfolge: Hohes Alter (17.5%; genannt meist in Kombination mit anderen Gründen); Sturzrisiko (16.5%), medizinisch nicht indiziert (16.5%). Die Empfehlungen der Guidelines wurden somit bei einem Grossteil der Patienten eingehalten. Eine weitere Erhöhung der Antikoagulationsrate über ein breit angelegtes Qualitätsverbesserungsprogramm innerhalb dieses Netzwerks dürfte nur schwer umsetzbar sein und ist zur Zeit nicht prioritär.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/12946
Volltext Version: Publizierte Version
Lizenz (gemäss Verlagsvertrag): Lizenz gemäss Verlagsvertrag
Departement: School of Management and Law
Organisationseinheit: Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (WIG)
Enthalten in den Sammlungen:Publikationen School of Management and Law

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