Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-1261
Title: Der Einfluss islamistischer Terroranschläge auf Tourismus und Wirtschaft in betroffenen Staaten
Authors : Wüthrich, Pascal
Advisors / Reviewers : Keller, Florian
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Issue Date: 2016
Language : Deutsch / German
Subject (DDC) : 338: Produktion
Abstract: Angesichts des Aufstiegs des „Islamischen Staates“ und der Terroranschläge von Paris im vergangenen Jahr gewinnt der islamistische Terrorismus an Aktualität wie seit 9/11 nicht mehr. Die mediale Berichterstattung nimmt immer grössere Ausmasse an, wovon hauptsächlich die Terrororganisationen profitieren. Wiederholt wurden in den vergangen Jahren auch Touristen als Terrorziele ausgewählt und angegriffen, weil dies eine besonders hohe Aufmerksamkeit der Medien und der Weltöffentlichkeit garantiert. Zusätzlich sollen Tourismus und Wirtschaft in den betroffenen Staaten, meist Schwellenländer, nachhaltig geschädigt werden, was gemäss Medienberichten auch gelingt. In der vorliegenden Bachelorarbeit wird deshalb untersucht, ob sich islamistische Terroranschläge tatsächlich auf Tourismus und Wirtschaft in betroffenen Staaten auswirken. Als Grundlage für die Untersuchung dienen elf Terrorattacken in Ägypten, Indonesien und Tunesien, welche sich explizit gegen die jeweilige Tourismusindustrie richteten. Um die Folgen der Anschläge für diese Staaten beurteilen zu können, werden die internationalen Touristenankünfte, die Tourismuseinahmen, die ausländischen Direktinvestitionen, das Bruttoinlandsprodukt und die Arbeitslosigkeit zwischen 1994 und 2016 analysiert. Zur statistischen Überprüfung der Auswirkungen werden bei Jahreszahlen Korrelationsanalysen durchgeführt, bei Monatszahlen werden Mittelwertvergleiche (T-Tests) und Regressionsanalysen herangezogen. Es hat sich gezeigt, dass sich die internationalen Touristenankünfte in den drei bis sechs Monaten nach den Anschlägen in allen untersuchten Fällen negativer entwickelten als in den Vergleichsjahren zuvor und danach. Im Gegensatz zum Vorgehen in anderen Studien wurden in dieser Arbeit für die Feststellung des negativen Effekts einzelne Terroranschläge anstelle von Durchschnittswerten betrachtet. Dies ist wesentlich aussagekräftiger, da Durchschnittswerte aufgrund der langen Betrachtungsperioden stärker durch andere wirtschaftliche und politische Ereignisse beeinflusst werden. In den eigenen Untersuchungen wurde mehrmals beobachtet, dass solche nichtterroristischen Ereignisse zu einer negativen Entwicklung der Touristenankünfte führten. Die vorliegende Arbeit ist wohl auch die erste, welche Veränderungen der Ankünfte gegenüber Vergleichsjahren bei den Berechnungen berücksichtigte und auf diese Weise saisonale Einflüsse eliminierte. Im Unterschied zu den Touristenankünften war es aufgrund fehlender Monatsdaten unmöglich, potenzielle Auswirkungen der Terroranschläge auf die Tourismuseinnahmen und die Wirtschaftsindikatoren (ausländische Direktinvestitionen, BIP, Arbeitslosigkeit) mittels Regressionsmodellen statistisch zu belegen. Für zukünftige Studien wird empfohlen, sich auf einzelne Terrorereignisse zu beschränken und keine Durchschnittswerte zu berechnen, da sich die Folgen je nach Zeitpunkt, Art und Schwere eines Anschlags stark unterscheiden. Um aussagekräftige Resultate zu erhalten, sind möglichst kurze Betrachtungshorizonte und Berechnungen mit Monatszahlen anzustreben. Zudem sollten Terroranschläge stets im Kontext der Zeit und von nichtterroristischen Ereignissen untersucht werden.
Departement: School of Management and Law
Publication type: Thesis: Bachelor / Bachelor Thesis
DOI : 10.21256/zhaw-1261
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/1263
Appears in Collections:Abschlussarbeiten Betriebsökonomie

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