Please use this identifier to cite or link to this item: https://doi.org/10.21256/zhaw-4032
Publication type: Conference poster
Type of review: Not specified
Title: Entwicklung und Anwendung einer Grobscreening-Methode zur Untersuchung des Abbauzustandes von Moorböden am Beispiel des Lobsigensees
Authors : Jean Petit Matile, Luzius
Achermann, Marco
Krebs, Rolf
DOI : 10.21256/zhaw-4032
Proceedings: Abstract Volume 7th Swiss Geoscience Meeting
Pages : 293
Conference details: 7th Swiss Geoscience Meeting Neuchâtel, 20-21 November 2009
Issue Date: 2009
Publisher / Ed. Institution : ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Language : German
Subject (DDC) : 577: Ecology
Abstract: Am Ufer des Lobsigensees (BE) befindet sich in einem ehemaligen Niedermoor die Fundstelle einer neolithischen Siedlung. Seit das Moor im Zusammenhang mit der landwirtschaftlichen Nutzung entwässert wird, findet der Torfabbau statt. Vom Abbau organischer Substanz ist dabei auch ein wesentlicher Teil der archäologischen Fundstelle betroffen. So hat ein Vergleich der Grabungen von 1953 und 2005 gezeigt, dass der Erhaltungsgrad der archäologischen Funde sehr stark abnahm. Da die torfabbauenden Schrumpfungs- und Mineralisationsprozesse die physikalischen Eigenschaften des Bodens verändern, wurde untersucht, ob sich durch die Messung des Eindringwiderstandes grobe Aussagen über den Abbauzustand des organischen Bodens und damit auch der Fundstelle machen lassen. Um neben dem Abbauzustand auch die Abbaurate abzuschätzen, wurden Verrottungsversuche mit Baumwolltüchern durchgeführt. Die mit einem dynamischen Rammpenetrometer (PANDA-Sonde) gemessenen Eindringwiderstände ergaben eine gute Korrelation mit bodenphysikalischen Parametern wie der Lagerungsdichte, mit dem Gehalt organischer Substanz und bestätigten den Befund der Profilansprache. Durch die Messung des Eindringwiderstandes können somit dichtere (mineralische/antorfige) und lockerere Schichten (Torf) im Bodenprofil lokalisiert und in Zusammenhang zum Abbauzustand am untersuchten Standort gebracht werden. Diese einfache Methode würde eine grobe Übersicht über das Stadium der Moorsackung der jeweiligen organischen Böden im Tiefenprofil erlauben und damit Rückschlüsse auf den Zustand der betroffenen Fundstellen ermöglichen. Das Screeningverfahren wäre damit eine effiziente Methode zur Priorisierung gefährdeter Fundstellen.
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/11892
Fulltext version : Published version
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Departement: Life Sciences and Facility Management
Organisational Unit: Institute of Natural Resource Sciences (IUNR)
Appears in Collections:Publikationen Life Sciences und Facility Management

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