Title: Psychologische Sicherheitsforschung : Ursachen und Folgen von subjektiven Fehleinschätzungen und ihre Bedeutung für den Strassenverkehr
Authors : Hackenfort, Markus
Published in : SIAK-Journal : Zeitschrift für polizeiwissenschaftliche und polizeiliche Praxis
Volume(Issue) : 2012
Issue : 3
Pages : 16
Pages to: 26
Issue Date: 2012
License (according to publishing contract) : Licence according to publishing contract
Type of review: Not specified
Language : German
Subjects : Gefährlichkeit; Strassenverkehr; Sicherheit; Unfälle
Subject (DDC) : 150: Psychology
363: Environmental and security problems
380: Communications and transportation
Abstract: Ist „Gehen“ eine gefährliche Tätigkeit? Während diese Frage – beispielsweise formuliert gegenüber Mitarbeitenden in Industriebetrieben – oft ein reges Kopfschütteln nach sich zieht, wissen Unfallversicherer um die tatsächlich ausserordentlich häufigen und schwerwiegenden Unfälle beim Gehen. Ähnlich verhält es sich zuweilen im Kontext von sicherheits- oder regelwidrigem Verhalten im Strassenverkehr, was in gewissen Zusammenhängen fast schon als Normalität erscheint – und damit ein Höchstmass an Unverständnis auslöst, insbesondere wenn es zu Unfällen führt. Gleichwohl stellt man zuweilen eine Immunität gegenüber Präventionsmassnahmen fest, die dem sicherheitswidrigen Verhalten entgegen wirken sollen. Beide Aspekte besitzen aber einen konkreten Zusammenhang, der in der Auseinandersetzung mit vermeintlichen und tatsächlichen Unfallursachen, dem System Strassenverkehr und dem „Risikofaktor Mensch“ verdeutlicht werden kann. Es wird daher ein Blick auf Konzepte gelenkt, die dafür sorgen, dass Menschen sich – trotz in hoher objektiver Gefahr befindlich – manchmal für völlig ungefährdet halten. Zunächst wird die Vielzahl der Risikofaktoren und Unfallursachen anhand der Triade aus Mensch, Technik und Organisation betrachtet, woraufhin – mit Blick auf menschlich bedingte Risikofaktoren – das Fahrverhalten auf Basis der Fahreignung, der Fahrfähigkeit und insbesondere der Fahrkompetenz analysiert wird. Letztere bestimmt sich beispielsweise anhand des anschliessend betrachteten und in seiner Bedeutung analysierten verkehrssicherheitsrelevanten Wissens. Aber auch sicherheitsrelevante Einstellungen der Fahrkompetenz beeinflussen das Fahrverhalten. Diese werden daher ebenso thematisiert wie das subjektive Gefährlichkeitsurteil, das offenbar auf den Grad des resultierenden sicherheits- und regelgerechten Handelns einen besonderen Einfluss besitzt. In diesem Sinne ist beispielsweise oft festzustellen, dass sorgloses Verhalten oft einher geht mit der Unterschätzung des objektiven Risikos und – noch häufiger – einer individuellen Überschätzung der eigenen Kontrollmöglichkeiten der objektiven Gefahr. Der letzte Abschnitt des Beitrags transferiert die dargestellten Aspekte auf Eckpunkte für die Entwicklung von Massnahmen zur Prävention von Unfällen im Strassenverkehr.
Departement: Angewandte Psychologie
Organisational Unit: Psychological Institute (PI)
Publication type: Article in scientific Journal
DOI : 10.7396/2012_3_B
URI: https://digitalcollection.zhaw.ch/handle/11475/10629
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